Projekt Hörsturz – Runde 5
Bevor ich mich morgen nach Frankfurt verabschiede, wartet noch ein wenig Arbeit auf mich. Runde 5 des Hörsturz Projektes läuft morgen aus und bislang habe ich meine Meinung zu den neuen Songs noch nicht kundgetan.
Wie immer fangen die Bewertungen im schlechtesten Fall bei 0 Punkten an und hören im besten Fall bei 5 Punkten auf. Videos zu den Songs schaue ich mir nicht an, da ich nur die Musik, nicht aber das Video bewerte.
Auf gehts!
#1 Bonaparte – Ego (von mir selbst)
Der Zufallsgenerator hatte nun endlich Mitleid mit mir und hat einen von mir vorgeschlagenen Song herausgepickt. Bonaparte sind eine recht schräge internationale Kombo um den schweizer Frontmann Tobias Jundt, welche es mir in letzter Zeit echt angetan hat. Der Song “Ego” beschreibt einen kleinen geistigen Selbstzerstörungstrip wie man ihn z.B. aus Fight Club kennt. Der Song selbst ist stark verzerrt und besitzt einen extrem hohen Coolnessfaktor, den man so auch in einem Tarantino Streifen auffinden könnte. Aktuell gehört dieser Song zu meinen absoluten Favoriten und wird damit völlig zu recht von mir mit 5 vollen Punkten bewertet!
#2 Chevelle – Shameful Metaphors (von Inishmore)
Kenne ich mal wieder nicht. Der Anfang beginnt recht vielversprechend. Die Stimme des Sängers kommt mir recht bekannt vor – wenn mich nicht alles täuscht klingt das nach “A perfect circle” wobei ich die schon recht lang nicht mehr gehört habe. Es macht Spaß sich das Werk anzuhören, denn auf seine eigene Art empfinde ich das Stück als “chillig” und hat eine entspannende Wirkung auf mich (was Gegner der Gitarrenlastigen Musik jetzt bestimmt wieder nicht verstehen). Ich kann gut damit leben, diesen Song mit 4 Punkten zu bewerten. Von denen hör ich mir noch mehr an!
#3 Modeselektor feat. Puppetmastaz – Dark Side of The Sun (von Kamil)
Kenne ich jetzt auch nicht. Meine aber den Namen “Modeselektor” schonmal aufgeschnappt zu haben. Allein vom Titel erwarte ich grausames! Hören wir mal rein.. Okay, klingt grausam. Bei dem Titel hatte ich ja noch auf Ähnlichkeiten zu Pink Floyds dunkler Mondseite gehofft, aber was ich da höre erinnert mich an ganz schlimme Nächte in Genrefremden (Grenzdebilen) Diskotheken und Poserfilmchen wie “The fast and the furious”. Sorry Kamil, der Song geht echt gar nicht (und ich habe ihn mir tatsächlich komplett angehört). 0 Punkte.
#4 B-Complex – Beautiful Lies (von Kerstin)
Der Interpretenname sagt mir erneut nichts, klingt aber irgendwie nach Ghettountergrund. Oh bitte lasset es besser werden! Nachdem ich die ersten Töne aufgesogen hatte und mich mit den armen über dem Kopf unter meinem Schreibtisch wiederfand bemerkte ich, dass es zumindest nicht wie befürchtet in Gangsta Valley geht, sondern ein eher harmloses.. ja ähh ist das Drum ‘n’ Bass ? Bislang war das auch nicht sooo sehr meine Musikrichtung, aber nach einem Intro, welches “nicht so meins” war, steigert sich der Song doch noch und weiß irgendwie eine gewisse Atmosphäre zu erzeugen mit der ich tatsächlich leben kann. Gegen Ende lädt das Ding dann sogar fast zum “körperlichen mitbewegen” ein. Schwierig zu bewerten. Über weite Strecken pendelt sich der Song eigentlich bei soliden 3 Punkten ein. Aufgrund des nervigen Intros ziehe ich nochmal nen halben Punkt ab und gebe 2,5 Punkte.
#5 Rachid Tara – Garab (von Doro)
Kenne ich wieder nicht. Ich vermute etwas.. indisches ? Das Intro beginnt trommelig (adjektiv des Jahres) – ein Pluspunkt. Irgendwie fehlt mir die Abwechslung in einem Song, der so sehr schlecht ja gar nicht ist. Aber er schafft es einfach nicht mich mitzureißen. Ich sitze hier, hör mir das an und irgendwie ist mir das Stück “egal”. Von möglichen 2,5 Punkten die ein “weder gut noch schlecht” Song ziehe ich nochmals nen halben Punkt ab, da dieses Werk einfach zu lange läuft. 2 Punkte!
Das war es auch schon wieder! 13,5 Punkte habe ich dieses mal vergeben und komme somit auf einen Schnitt von 2,7. Das ist zwar noch immer leicht überdurchschnittlich, aber im Vergleich mit den anderen Runden das bisher schlechteste Ergebnis.
- Runde 3 – 3,2 Punkte
- Runde 4 – 3,1 Punkte
- Runde 2 – 2,9 Punkte
- Runde 5 – 2,7 Punkte
Erstmalig vergebene 0 Punkte ziehen dieses Ergebnis natürlich ordentlich runter. Der Rest war ja gar nicht sooo schlecht, aber wenn ich meinen selbst vorgeschlagenen Song noch herausnehme, bleibt mit Chvelle noch ein Vorschlag, der für mich gut funktioniert und mit B-Complex etwas, das zumindest in die richtige Richtung geht.
Vorschlag für die nächste Runde:
Dieses mal nominiere ich die Band Art Brut mit ihrem Song “Alcoholics Unanimous” aus dem Album “Art Brut vs. Satan”, welches soweit ich weiß sogar von Frank Black produziert wurde. Warum ? Weil es einfach rockt.
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Samstag, 10. Oktober 2009 9:57
Mmh, cool?! Immerhin hat dein Song bei mir die höchste Punktzahl bekommen
Aber der vierte ist doch total bekloppt und genauso grenzdebil (mein Adjektiv des Jahres) wie der davor, oder?!
Samstag, 10. Oktober 2009 11:38
[...] LemonHead [...]